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Rückreise

20.02.2003

Ein halbes Jahr ist vergangen und das Kofferpacken beginnt. Die letzten Tage in den USA sind wie im Flug vergangen. Behördenwege, Versicherung abmelden, Auto verkaufen, versuchen alle Sachen in die Koffer zu bringen, alle Freunde noch einmal treffen ... und plötzlich an einem schönen Donnerstag Nachmittag stehen Dave und Johanna vor der Türe um mich zum Flughafen zu bringen.

Aufgrund der erhöhten Sicherheitsbestimmungen (es ist zur Zeit Terror-Alarmstufe Rot in den USA) habe ich mich entschossen ein bisschen früher zum Flughafen zu fahren, da die Sicherheitskräfte verpflichtet sind, das gesamte Gepäck zu zerlegen um auch eine jede Bombe zu finden. Jedoch haben die ansonsten so strengen TSA Beamten beim Anblick meiner riesigen, überpackten Koffer einfach die Augen zugemacht und nur die Außenseite der Koffer nach Sprengstoffspuren durchsucht. Ich glaube die Beamten hatten keine Lust, mein gesamtes Gepäck auszuräumen und es dann wieder einzuräumen (ich darf die Gepäckstücke nämlich nicht mehr berühren, wenn die Sicherheitskontrolle begonnen hat).

Die Propellermaschine (Embraer Brasilia 120) der United Airlines startete pünktlich, jedoch bescherte uns das stürmische Wetter (es fegten Staubwolken und Tumblewheat-Ballen über den Flugplatz) einen recht spannenden Start. Der weitere Flug war zwar ohne Turbulenzen, jedoch konnte man an den Tragflächen schöne Vereisung beobachten. Kaum stieß man in die Wolkendecke vor, legte sich eine Eisschicht an den Vorderkanten der Tragflächen an. Vielleicht habt ihr euch schon einmal gefragt, weshalb die Vorderkanten von Propellermaschinen immer schwarz sind ... hier ist die Antwort: es ist das Enteisungssystem! Das Schwarze ist nichts anderes als eine Gummischicht, der wie ein "Luftballon" aufgeblasen werden kann, und somit das Eis wegsprengt.

OK, genug des technischen Zeugs. Auch der Flug nach Kopenhagen war pünktlich und ich habe es sogar geschafft zu schlafen. Ein Vorteil mit SAS zu fliegen ist, dass die Sitzabstände für große Skandinavier gemacht wurden und man daher nicht ganz so eingezwickt ist. 

Nach ein paar Stunden am Kopenhagener Flughafen und einer Stunde im Tyrolean-Jet nach Wien stand ich wieder auf heimischen Boden (im Flug nach Wien konnte ich mich schon ein bisschen an den Wiener Slang gewöhnen).

Was wird mir abgehen an Amerika? Es ist schwer zu sagen. Ich kann mir nicht so leicht vorstellen in den USA zu wohnen, höchstens in einer großen Stadt, jedoch gibt es viele Dinge, die ich an den USA mag.

Das ist zum einen einmal die Freiheit des Tuns. Der Westen der USA ist so weitläufig und wenig bevölkert, dass es kaum Regulierungen bedarf. Man kann Forststraßen befahren, jagen, fischen, zelten,...

Auch die Leute sind im Allgemeinen sehr freundlich und hilfsbereit. Man ist schnell einmal zum Essen eingeladen und die meisten Leute freuen sich immer neue Bekanntschaften zu machen.

Ich halte nicht viel vom Antiamerikanismus (genauso wenig wie vom derzeitigen Anti-Europäismus), ich bin zwar sehr gegen die Außenpolitik der USA, aber die Amerikaner sind auch nur Leute wie Du und ich und das sollte man sich immer vor Augen halten.

   written by stefan

      

 

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