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Oregon (Küste, Portland, Mt. Hood)

23.11 - 24.11.

Da es uns in Richland wieder einmal zu langweilig wurde, beschlossen wir, einen Ausflug nach Oregon zu machen. Geplant war, zur Pazifikküste und nach Portland zu fahren.

Also starteten wir an einem Novembersamstag in aller Herrgottsfrühe bei dichtem Nebel Richtung Westen. Auf dem Weg durch die Columbia Gorge (dort wo der breite Columbia River die Cascades durchbricht) stoppten uns jedoch einige eindrucksvolle Wasserfälle (z.B. Multnomah Falls). Da das Wetter mittlerweile besser wurde, machten wir in dieser feuchten Gegend eine kleine Wanderung zu einem weiteren Wasserfall.  


Die Küste von Oregon [se]

Sonnenuntergang [bp]

Da unser eigentliches Ziel die Küste war, fuhren wir aber rasch weiter, durchquerten Portland und gelangten dann durch eine sehr dünn besiedelte Hügellandschaft (die ein bisschen dem Wienerwald ähnelt) nach Astoria. Dort mündet der mittlerweile 4 Meilen breite Columbia River ins Meer. Astoria war nicht sehr spannend, deshalb fuhren wir weiter die Küste entlang Richtung Süden. Einige Meilen vor Seaside wollten wir zum dortigen Sandstrand fahren, um dort ein bisschen spazierenzugehen. Als wir jedoch in den Dünen angelangt waren, sahen wir, dass man dort direkt am Strand mit dem Auto fahren darf! Für Europäer eine unvorstellbare Sache – daher mussten wir gleich diese Gelegenheit ausnützen und fuhren einige Meilen (ohne steckenzubleiben!) am Strand entlang. Bei freundlichem Wetter ging es dann mit diversen Stops weiter an der Küste bis Tillamook. Die Sonne war bereits sehr tief, so beschlossen wir, den Sonnenuntergang vom Cape Meares aus bei einem alten Leuchtturm zu beobachten.

Anschließend fuhren wir noch nach Portland. In der Dunkelheit sind die amerikanischen Landstraßen sehr schlecht ausgeleuchtet, doch das Tempo ist sehr hoch. So rasten wir mit ca. 100 km/h auf der dunklen, kurvigen Straße hinter anderen Einheimischen her. Das war fast wie eine Rallye...

In Portland, der größten Stadt Oregons, angekommen, suchten wir nach einer Unterkunft. Da wir keinen genauen Stadtplan hatten, und auch keinen finden konnten, war es uns ziemlich unmöglich, die örtlichen Jugendherbergen zu finden. Nach einigen Schwierigkeiten mit dem Verkehr in der Innenstadt (es gibt nur Einbahnen!) fanden wir dann unweit vom Zentrum ein Motel, das von Indern geführt wurde. Dort konnten wir recht billig die Nacht verbringen. Zuvor machten wir noch einen abendlichen Spaziergang durch Downtown Portland und fanden ein nettes Lokal, wo man billig und gut essen konnte!

 

Am nächsten Morgen wachten wir nach einer recht unruhigen Nacht bei Sonnenschein auf. Die Nacht war unruhig wegen der billigen Bauweise des Motels. Mehrmals wackelte das ganze Gebäude, als ob es gerade ein Erdbeben von mindestens der Stärke 6 geben würde... Wir wissen bis heute nicht, was der Grund dafür war...


Waldboden in den Wäldern um den Mt. Hood [se]

Mt. Hood [se]

Der Sonnenschein war ganz konträr zur Wetterprognose, die schlechtes Wetter für den Sonntag verhieß. Daher fuhren wir gleich zu schönen Aussichtspunkten im Washington Park, von dem man schöne Blicke auf die nahe Innenstadt sowie auf die Vulkane Mt. St. Helens, Mt. Adams und Mt. Hood hatte. Das schöne Wetter veranlasste uns bald, die Stadt zu verlassen, um in Richtung Mount Hood zu fahren. Zuerst fuhren wir in ein Waldgebiet westlich des Gipfels. In diesem feuchten Klima ist der gesamte Waldboden von dicken Moosen und Flechten in verschiedensten Farben überzogen. Außerdem gedeihen dort wilde Rhododendren! Wir machten eine kurze Wanderung entlang des Sandy River. Danach machten wir eine Mittagspause in einem Ort namens „Rhododendron“, und hatten ein Fast-food-Mittagessen bei Dairy Queen.

Weiter ging’s höher hinauf zum Mount Hood – wir fuhren nach Timberline in ca. 1800m Höhe. Bei strahlendem Sonnenschein hatten wir eine prächtige Fernsicht. Im dortigen Schigebiet lag bereits etwas Schnee, und einige Lifte waren bereits geöffnet. Dort befindet sich auch das einzige Gletscherschigebiet in den USA. Viele Tagesausflügler aus Portland kommen dorthin zum Schifahren oder Snowboarden.

Da wir dafür nicht ausgerüstet waren, fuhren wir wieder weiter, vorbei an einem malerischen See mit Ausblick zum Mt. Hood. Nachdem wir ein weiteres Schigebiet passierten, ging es wieder bergab nach Hood River in der Columbia Gorge und in weiterer Folge zurück nach Richland.

   written by bernhard

        

  

Oregon (Crater Lake NP)

29.11 - 30.11.

Das lange Thanksgiving-Wochenende nützten wir wieder für eine Tour nach Oregon. Nachdem wir am Donnerstag den obligaten Truthahn verspeist hatten und für die nächsten Tage unsere Mägen gefüllt waren, beschlossen wir, diesmal in den Süden von Oregon zu fahren. Die Entscheidung fiel uns auch aus Wettergründen sehr leicht, lautete doch die Prognose für Richland für das gesamte Wochenende: Nebel bei maximal +1°C... Und in Oregon sollte es sonnig sein!

Deshalb machten wir uns am Freitag in aller Frühe auf den Weg nach Süden. Nachdem wir das Columbia Valley verlassen hatten, verließ uns auch der Nebel und wir reisten wieder einmal durch beinahe menschenleere Gebiete im Norden Oregons. Wir kamen bei tollen rötlichen Felsen vorbei, die Teil des John Day National Monuments waren. Auf der Weiterfahrt über Madras (ein bisschen kleiner als das indische Vorbild) kamen wir zum Smith Rock State Park, wo sich der Crescent River tief in umliegende Ebene eingeschnitten hat. Man kann dort auf verschiedenen Trails entlang des Flusses oder auf den umliegenden Felsen die Landschaft erkunden. Außerdem gibt es dort einige der bekanntesten und schwierigsten Kletterfelsen der Umgebung. Bei dem sonnigen Wetter versuchten sogar einige Kletterer, die Wände zu bezwingen. Als wir nach einiger Zeit frohen Mutes wieder zum Auto zurückkamen, mussten wir jedoch feststellen, dass wir einen Strafzettel bekommen haben. Wir parkten nämlich ohne Permit in einem Fee Area. Und das kostet dann $77. Der komplizierte Teil sollte aber erst kommen: Das Bezahlen der Strafe sollte, obwohl wir uns schuldig bekannten, noch zu einem Hürdenlauf werden. Als wir bei der zuständigen Stelle in Bend eintrafen, sagte uns eine nette Dame, dass wir das leider erst dann bezahlen können, wenn sie das Original des Strafzettels von dem Beamten, der ihn uns ausgestellt hat, bekommen hat. Bis dahin keine Möglichkeit der Bezahlung. „Kommen Sie Montag oder Dienstag wieder...“ Aber da sind wir wohl wieder zurück in Richland. Naja, es wird sich schon ein Weg finden, die Strafe zu bezahlen. Also fuhren weiter in Richtung Three Sisters (drei Vulkane, die knapp nebeneinander stehen). Zunächst waren wir von diesem Abenteuer allerdings hungrig und erst nach einem McDonald’s-Besuch ging es weiter Richtung Westen in die Wildnis der Three Sisters. Da es aber schon bald dunkel wurde, suchten wir uns einen Zeltplatz in einem National Forest, wo wir dann die Nacht verbrachten.  


Im OSten Oregons - Blick auf Mt. Jefferson [bp]

Der crater Lake [bp]

Nach einer 14-stündigen Nachtruhe (die Nächte sind Ende November leider sehr lang und auch eher kalt...) machten wir uns bei strahlendem Sonnenschein auf in Richtung der Three Sisters. Leider war der Cascade Lakes Highway schon gesperrt (Wintersperre), daher mussten wir beim Mt. Bachelor umkehren. Am Mt. Bachelor gibt es ein schönes Schigebiet, wo schon jede Menge Schnee liegt und alle Straßen gehören nun den Snowmobiles, die stinkend und lärmend durch die Landschaft düsen. Snowmobil-Fahren ist nämlich eine Lieblings-Freizeitbeschäftigung der Amerikaner! Die Three Sisters sahen wir demnach nur von weitem. Wir fuhren dann aber weiter über diverse einsame Forest Roads durch endlose Wälder und vorbei an Lavaflüssen und diversen kleineren Vulkankegeln Richtung Süden. Weiter ging es dann durch ewige Wälder auf dem endlos geraden Highway 97 zum Crater Lake Nationalpark. Dieser einmalige See ist entstanden, als vor ungefähr 7000 Jahren ein Vulkan explodierte. Nach der Abkühlung entstand im Krater (Caldera) ein abflussloser See, der bis zu 600m tief ist. Da das Wetter wunderschön war, nützten viele Leute (v.a. aus Kalifornien) den Nationalpark für einen Wochenendausflug. Am Kraterrand lag bereits einiger Schnee, aber die Straßen waren ohne Probleme passierbar. Bei dem schönen Wetter machten wir eine kleine Wanderung mit Frühjahrsschneebedingungen auf den Garfield Peak, von wo man eine wunderschöne Aussicht über den See und die Umgebung hat. Auf der Rückfahrt fuhren wir erneut durch endlose menschenleere Waldgebiete, vorbei am Mt. Thielsen wieder nach Bend, wo wir nach einem (grauslichen) Fast-food-Abendessen beschlossen, noch nach Richland zurückzufahren, wo wir schließlich, nachdem wir noch durch den Nebel im Columbia Basin ein bisschen aufgehalten wurden, um ca. 23:00 ankamen.

   written by bernhard

      

 

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