home

 bernhard und stefans

 USA HOMEPAGE

berichte

  >>> STARTSEITE | BILDER | BERICHTE | KURIOSITÄTEN | LINKS | sitemap  

          

National Weather Service, Pendleton, OR

07.12.2002

Besuch beim National Weather Service in Pendleton, Oregon

Seit Wochen hängen dunkle Wolken über Richland – Hochnebel. Jeder Wiener kennt dieses Phänomen und liebt das Nieseln und den saukalten Wind. Wir wollten die Gründe für dieses unmögliche Wetter erfahren, und was bietet sich da mehr an, als einen Ausflug zum National Weather Service zu machen. Das für Richland zuständige NOAA-Office befindet sich im Städtchen Pendleton, 70 Meilen südlich von Richland.

Shiyuan, eine Arbeitskollegin von Dave, arrangierte den Trip und so starteten wir Samstag früh um im Weather Service unseren Unmut über das Wetter kundzutun. Um 10 Uhr trafen wir uns mit Jon, dem Science Officer, im kleinen Gebäude am Airport von Pendleton. Jon, der zukünftige Chef dieses NOAA-Office, führte uns durch das gesamte Gebäude. In einem Raum war eine Funkstation aufgebaut, über welche man Amateurfunkmeldungen aus allen Teilen des Zuständigkeitsbereiches abhören konnte. Diese Meldungen werden von Freiwilligen abgesetzt, welche bei Unwetterwarnungen auch gerne von den Meteorologen angerufen werden, um direkte Infos aus den betroffenen Regionen zu bekommen.

Des weiteren bekamen wir den Serverraum und das Notstromsystem zu sehen, welches sich im Falle eines Stromausfalles einschaltet.

Im Hauptraum befindet sich das Forecast-Center. Die Aufgabenbereiche der Forecaster sind strikt aufgeteilt. Es gibt einen Meteorologen für Flugwetter, einen für das Public Weather und im Sommer einen für Fire-Weather. Wetterwarnungen werden meist vom Public Weather Meteorologen herausgegeben, jedoch meist in Rücksprache mit den anderen Kollegen.

Im Großen und Ganzen unterscheidet sich das National Weather Service nur wenig von der ZAMG. Es werden ähnliche Computersysteme benutzt und auch die Aufgabengebiete sind ähnlich. Eine Unterscheidung zu Österreich ist, dass das NOAA Wetterwarnungen veröffentlicht, welche eine große Verantwortung für die Meteorologen darstellen.

Nach unserer Führung, und nachdem wir auf aktuellen Satellitenbildern gesehen haben, dass es in den Blue Mountains (ein paar Meilen südlich von Pendleton) sonnig sein muss, beschlossen wir, uns dorthin zu begeben, um nach Wochen in der Hochnebelsuppe mal wieder ein bisschen blauen Himmel zu sehen...

 

   written by stefan

      

 

 >>> TOP