| Sagebrush |
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| Im gesamten Westen der USA gibt es sicher keine Pflanze, die weiter verbreitet
ist als Sagebrush. Hinter diesem Namen verbirgt sich ein knorriges Salbeigewächs
(Übersetzung: Salbeipinsel), das in riesigen Mengen in den trockenen Ebenen des
amerikanischen Westen wächst. Man wird praktisch verfolgt von dieser Pflanze es
gibt anscheinend kein Gewächs, das diesem Klima besser angepasst ist als der Sagebrush. |
| Nationalparks |
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Nationalparks sind etwas sehr Besonderes in den
USA. Dieses riesige Land hat wirklich viele verschiedene Naturlandschaften zu bieten, und
die einzigartigsten davon wurden dann zu Nationalparks ernannt (Grand Canyon, Yellowstone,
Olympic, Death Valley, Mount Rainier, etc.). Viele dieser Gebiete sind viele tausend km²
groß unvorstellbare Flächen für Europäer. In diesen Parks ist natürlich jede
Verunreinigung verboten. Das geht soweit, dass man offiziell nicht einmal eine Heidelbeere
pflücken darf, geschweige denn irgendein Stück altes Holz aufheben, und dann wieder an
einen anderen Ort zurücklegen.
Für jede
Wanderung ins Backcountry benötigt man ein Permit, das man bei jeder Übernachtung gut
sichtbar außen ans Zelt hängen muss, falls um 3 Uhr morgens ein Ranger vorbeireitet.
Apropos Übernachtung: Das ist nicht so einfach, denn man muss im Vorhinein genau wissen,
wann man an welcher Campsite bleiben möchte. Jede Änderung von diesem Plan später ist
nicht mehr möglich.
Im
Gegensatz zu alldem führen natürlich durch jeden Nationalpark Straßen, auf denen sich
an Wochenenden und im Sommer stinkende Wohnmobilkolonnen durchwälzen, die jedoch nichts
verunreinigen... Und im Winter darf man dann überall mit den Snowmobiles herumbrausen. |
| Outdoor-Verständnis |
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Damit gleich zum etwas anderen Outdoor-Verständnis
in den USA: In Österreich geht man gerne wandern aber vor allem dann, wenn sich am Weg
mindestens zwei Hütten befinden, wo man einkehren kann.
Da sind
die Amis komplett anders: In den Bergen ist man in der Wildnis, auch wenn
Straßen hinführen. Dort erwartet man dann keinen Komfort, sondern man nimmt alles mit
aus der Zivilisation. Es gibt fast keine Möglichkeit, irgendwo in den Bergen
etwas zu essen zu finden. Das liegt allerdings auch daran, dass die Entfernungen viel
größer sind. Mehrtägige Wanderungen kann man überhaupt nur mit einem Zelt am Rücken
durchführen, denn es gibt praktisch nirgends Berghütten, wo man übernachten kann.
Die
meisten Leute übernachten dann auf Campingplätzen, oft mit RVs (recreational
vehicles) oder auch mit Zelten. Jedoch gibt es dann auf diesen Plätzen keine Duschen
niemand weiß warum, denn es gibt im Prinzip Fließwasser dort... Und dann muss man
auch noch $15 dafür bezahlen... |
| Freizeit-Vergnügen |
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Sehr wichtige Freizeit-Vergnügen der
Amerikaner sind Jagen und Fischen. In riesigen Mengen schwärmen die Leute an Wochenenden
und im Urlaub in die Berge, um ihren Urinstinkten nachzugehen.
Die
harmlosen davon sind die Fischer, die sich zu tausenden stunden- und tagelang in kalte
Flüsse stellen, um ein paar Forellen oder Lachse herauszufischen.
Viel
brutaler sind hingegen die Jäger, die sich, ausgerüstet mit High-Tech-Materialien, in
die endlosen Wälder begeben und alles, was sich bewegt, niederschießen. Diese fahren
dann mit ihren Pickup-Trucks über Forest Roads und lauern hinter Büschen in
Luxus-Tarnanzügen mit ihren Waffen, um Rehe, Hirsche, Elche und jede Art von Wasservögel
abzuschießen. Oft sind schon kleine Kinder dabei, und sehen bei ihren Vätern die Freude
des Tötens... Es gibt Versandhäuser, die auf Jäger spezialisiert sind, und jede Art von
Jagdtechnik verkaufen... Sogar Plastikrehe und Plastikenten, die Gerüche verbreiten oder
Geräusche machen, um echte Tiere anzulocken, gibt es dort zu kaufen... |
| Waffenbesitz |
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Da Waffenbesitz in den USA nicht eingeschränkt ist, kann ja jeder, der
ein Bedürfnis dafür hat, sich eine Waffe zulegen. Am Wochenende wollen diese Waffen dann
verwendet werden, und die ganze Familie macht einen Ausflug aus der Stadt hinaus, um an
Nebenstraßen dann die Pistolen, Gewehre und was weiß ich noch alles, auszuprobieren. Man
baut sich targets und zielt dann auf diese Objekte... Auch Kinder versuchen
sich da schon an den Waffen. Wenn man Ziele sucht, auf die man schießen kann, ist man
sehr kreativ. Verkehrszeichen an Nebenstraßen haben so gut wie immer Löcher. Und als wir
in Utah für eine Woche meteorologische Instrumente in einem Becken aufgestellt haben, war
die größte Sorge des Professors, dass die weiß leuchtenden Instrumente als Zielscheibe
missbraucht werden...
Die Gewalt in der Gesellschaft ist auch ein Thema, das nicht gerne angesprochen wird.
Angeblich haben Kinder, die in die Schule kommen, im Fernsehen schon 10000 Morde
gesehen... |
| Geschichte |
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Die Amerikaner möchten natürlich auch
ihre Geschichte herzeigen. In Ermangelung von wirklich alten zivilisatorischen
Errungenschaften (Ausnahme: einige Indianerbauten im Südwesten) wird jeder über
100-jährige Ziegelstein als Historical site bezeichnet. Man erfährt dann auf
großen Tafeln, wer sich da im Jahre 1880 erstmals angesiedelt hat. Oder wer hier im 19.
Jahrhundert erstmals diesen Fluss überquert hat...
Im Osten
reicht die Geschichte der europäischen Besiedelung doch schon rund 400 Jahre zurück,
doch hier in den Westen kamen die ersten Entdecker erst zu Beginn des 19. Jahrhundert. Die
wichtigsten waren Lewis and Clark, die verschiedene Wege durch die Rockies als erste
erforscht haben. Heute hat man an jeder Ecke im Nordwesten der USA (Montana, Idaho,
Oregon, Washington) irgendeinen Historical Marker, die daran erinnern, wo
diese Entdecker überall vorbeikamen. Lewis and Clark State Parks, oder
Lewis and Clark Trails sind überall zu finden. Überall begegnen einem
Schilder: Hier übernachteten Lewis und Clark, hier querten sie den Fluss, hier kochten
sie ihr Mittagessen Lewis und Clark, waren sind allgegenwärtig! Es gibt sogar zwei
benachbarte Städte hier, die Lewiston und Clarkston heißen
Die
Geschichte der Native Indians wird allerdings meist immer noch sehr kurz
abgehandelt, bzw. oft sehr verklärt, esoterisch gesehen. |
| Television |
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Fernsehen
ist ein wichtiger Bestandteil der amerikanischen Gesellschaft. In den ländlichen Regionen
ist Fernsehen die einzige sinnvolle Freizeitbeschäftigung. Was kann man sonst
machen außer fernsehen, wenn man zig Meilen von der nächsten Stadt entfernt ist?
Das Fernsehprogramm
unterscheidet sich vom europäischen Fernsehprogramm oft sehr stark. Mir sind folgende
Programmschemen aufgefallen:
1) Sitcoms
das unterscheidet sich vielleicht am wenigsten vom europäischen Fernsehverhalten.
Leichte Serien, unterbrochen mit Werbung.
2) Discovery
Channel und Animal World populärwissenschaftliche Sendungen mit eher mäßigen
Unterhaltungswert. Man kann mit Sendungen wie Crocodile Hunter (es geht um
einen verrückten Zoobesitzer in Australien, der Krokodile quält), mit Hundeshows oder
mit Homevideos über lustige Hunde rechnen.
3) News
ABC, CNN,... bieten News auf höchsten Niveau. Scherz beiseite! Auch die Newssender
müssen natürlich auf die Quoten achten. Only bad News are good News (Ausnahme: News aus
Amerika dürfen auch positiv behaftet sein). Man sieht viel von Afghanistan, Irak und
anderen Krisenherden der Welt, um gleich danach von der Thanksgiving-Parade in XY zu
erfahren um zu wissen, welche Ballons heuer überwogen haben (Snoopy Ballons). Ansonsten
scheinen diese Sender auch herzzerreißende Übertragungen von Gerichtsprozessen zu
mögen.
Was aber am
meisten auffällt ist die Gewaltrate im Fernsehen. Nicht nur in Filmen wird man mit
gewaltverherrlichenden Szenen überhäuft selbst in der Fernsehwerbung
(Computerspiele, Filmvorschauen,...) wird man mit Gewalt- und Mordszenen konfrontiert. In
Gesprächen mit Amerikanern ist rausgekommen, dass sie es nicht als etwas Schlimmes
empfinden, Gewalt im Fernsehen zu sehen. Die meisten fanden es viel anstößiger, dass in
Europa Nacktszenen gezeigt werden. Um jetzt meine persönliche Meinung kundzutun: Mir
wäre es lieber, meine Kinder sähen Nacktszenen, als grauenhafte Morde und Schießereien! |
| Abenteuer |
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Abenteuer
ist die große Leidenschaft der Amerikaner. In Outdoormagazinen findet man Artikel wie
Ich habe X Tage in der Wildnis überlebt oder Verschollen im Olympic
National Park. Diese Leute sind anscheinend moderne Helden Amerikas. Oft kommt mir
das ausgeprägte Outdoor-Verhältnis der Amerikaner, als eine Suche der Amerikaner nach
Abenteuern vor. Ich habe im obigen Artikel eine Serie namens Crocodile Hunter
erwähnt. In dieser Serie geht es um einen Zoobesitzer (Naturbursche um die 35), welcher
seine Krokodile im Zoo live füttert, indem er in das Gehege geht und mit den Viechern
Katz und Maus spielt. Er lässt Fleischhäppchen vor ihrer Nase baumeln, fängt sie mit
Lassos und schleift sie durchs Gehege es ist unvorstellbar wie manche Tiere durch
diese Scherze gequält werden! Aber das Publikum, sowohl im Zoo, als auch unser Publikum
vor dem Fernseher war begeistert. Was für ein toller Kerl und Schau wie
mutig der ist waren die Kommentare vor dem Flimmerkasten.
Auch die
Begeisterung der Amerikaner über Krisenherde zu erfahren, kann mit diesem Abenteuerwahn
erklärt werden. Den Amerikaner mangelt es an Abwechslung und an Abenteuern, und diese
Krisenherde bringen ein bisschen thrill in den Alltag eines Amerikaners. Man
kann mit den Soldaten mitfiebern und sie als Helden verehren, welche gerade an einem Art
Überlebenstraining teilnehmen dürfen.
Ihr wisst, dass ich
auch ein abenteuerlustiger Mensch bin, aber ich suche nicht absichtlich nach Abenteuern
und Gefahr, doch das ist es, was viele Amerikaner machen. Sie begeben sich in ein
Abenteuer, in eine Gefahr, um nachher als Helden gefeiert werden können. |
| Religionen |
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In
God we trust jeder von uns kennt diese Worte auf den Dollarscheinen. In
Amerika gibt es 350.521 lokale Religionen! Wenn man durch Richland fährt, hat man an
jeder Ecke eine Kirche von den Baptist Americans, Baptist Free Wills, Episcopals,
Charismatic Christs, Church of God of Prophecy, Presbyterians,... also für einen
Europäer ein undurchschaubares Gewirr an Glaubensrichtungen.
Auch wenn ich nicht
sagen will, dass die Amerikaner gläubiger sind als die Europäer, denn auch
in Amerika stellen die Kirchen eher eine Sozialeinrichtung, als eine Glaubensgemeinschaft
dar, so ist zumindest das Bekenntnis zu Gott und zum Christentum speziell in der Politik
etwas sehr wichtiges. Ich weiß nicht wie oft G. W. Bush in seinen Reden Gott erwähnt,
aber das kommt äußerst gut bei vielen Wählern an. In der Wahlwerbung der Gouverneure
und anderen politischen Anwärtern darf es nicht fehlen, zu erwähnen, dass man ein braver
Christ mit einer intakten Familie ist.
Da die Kirchen so
viel Konkurrenz haben, ist natürlich intensive Werbung und Missionierung ein
budgetpolitischer wichtiger Bestandteil der Glaubensgruppen. Ich habe bereits ein paar
Leute kennen gelernt, die zur Missionierung in Europa, Neuseeland oder Südamerika waren.
In den Gelben Seiten im Telefonbuch betreiben die Kirchen einen richtiggehenden Wahlkampf
mit bunten Anzeigen und netten Versprechungen.
Link-Tip:
This was your life - die ultimative
Fortsetzungsgeschichte |
| Eins-Achthunderter-Nummern |
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Jede noch
so kleine Firma, die etwas auf sich hält betreibt eine Gratis 1-800er Nummer. In Amerika
hat jedes Telefon (wie bei uns auf den Mobiltelefonen) Buchstaben auf den Tasten, und so
ist es den Firmen möglich, ihre persönliche Nummer zu kreieren. So hat z.B. die Firma
Nutella die Nummer 1-800-NUTELLA (also 1-800-6883552) oder die Supermarktkette Safeway hat
als Nummer 1-888-SAFEWAY. Um diese Nummern ist oft ein großer Kampf, und wenn die
gewünschte Zahlenkombination schon vergeben ist, muss man kreativ werden. So hat zum
Beispiel National Car Rental 1-800-CARRENT oder die Autoverleihfirma Enterprise 1-800-RENT
A CAR. Eine der besten Ideen in Sachen 1-800er-Nummern hatte ein Thermalbad in Kalifornien
mit folgender Nummer: 1-877-WARM-H2O.
Hier noch eine
Liste von den Tourismusverbänden einiger Bundesstaaten:
Alabama 1-800-ALABAMA
California 1-800-TO CALIF
(die Kreativität beginnt)
Florida 1-800-7
FLA USA (es wird kryptischer)
Georgia 1-800-VISIT
GA
Kansas
1-800-2 KANSAS
Louisiana 1-800-33
GUMBO (warum auch immer)
Maryland
1-800-MD IS FUN (das spricht
für sich selbst)
New Hampshire 1-800-FUN IN NH
(wo sonst soll man fun haben)
Hawaii
1-800-GO HAWAII
Ohio 1-800-BUCKEYE (weil Ohio der
Buckeye State ist)
Wie z.B. auch Arkansas 1-800-NATURAL hat, weil es der Natural State ist.Tennessee 1-800-GO 2
TENN
Wyoming
1-800-CALL WYO (wen soll man callen?)
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| Reichtum |
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Jeder von
uns kennt die in Österreich üblichen Gehaltsskandale, wenn die Kronenzeitung wieder
einmal aufdeckt, wie viel welcher Politiker verdient.
Die Amerikaner
haben einen ganz anderen Zugang zu Reichtum als die Europäer. In Amerika muss man sich
nicht für seinen Reichtum schämen und es ist sogar üblich diesen Reichtum öffentlich
zur Schau zu stellen. Wie kommt es eigentlich zu diesen Auffassungsunterschieden?
In Amerika wird es
von jedem reichen Mann verlangt, dass er sich sozial engagiert. Dass er in einer
Glaubensgemeinschaft oder in einer humanitären Organisation soziale Dienste verrichtet
und wenn möglich dazu noch einiges springen lässt. Besonders reiche Leute können auch
Stiftungen gründen, welche sozial schwächeren Leuten zu helfen versuchen. Durch dieses
soziale Engagement der Reichen, ist auch das Ansehen derselben recht hoch. Auch die
Universitäten profitieren von dieser amerikanischen Tradition. So ist es üblich, wenn
man nach seiner Uni-Laufbahn einen gutbezahlten Job gefunden hat, der Uni regelmäßig
Spenden zu überweisen und somit das Qualitätsniveau derselben aufrecht erhält.
Viele Non-Profit-Organisation profitieren von den Spenden der amerikanischen Oberschichte
und die Oberschichte profitiert insofern, dass ihr Ansehen steigt.
Natürlich kann so ein System auch Probleme mit sich führen, indem nur
politisch loyale Organisationen unterstützt werden, aber dieses System scheint in Amerika
ohne größere Probleme zu funktionieren. Anscheinend sind in jeder sozialen, als auch
politischen Gruppe finanzstarke Mäzene vorhanden. |
| Disclaimer |
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| DISCLAIMER: Alle obengenannten Aussagen sind in keiner Hinsicht
diskriminierend in Bezug auf Geschlecht, Rasse, Alter, sexuelle Orientierung, Hautfarbe,
Beruf, körperliche Fähigkeiten, Religion, Einkommen, Herkunft oder ähnliches zu
verstehen. Falls Sie sich aus irgendwelchen Gründen durch obenstehenden Artikel trotz
allem benachteiligt fühlen, bitten wir Sie, mit uns Kontakt aufzunehmen, um die
möglicherweise bestehenden Ungleichheiten zu bereinigen. Dieser oder ähnliche Disclaimer
(Haftungsausschluss) sind im amerikanischen Rechtssystem mittlerweile zum Standard
geworden. Wenn man nicht explizit Dinge wie die obenstehenden erwähnt, kann man mit ein
paar Tricks der Anwälte schon einige Milliarden Dollar durch eine kleine Ungenauigkeit
verlieren. Selbst eine Broschüre des USFS (United States Forest Service) über den
Northwest Forest Pass hat einen halbseitigen Disclaimer, um etwaige
Diskriminerungsansätze schon im Keim zu ersticken.
In einem Straßenatlas vom Bundesstaat
Washington ist in bestem Rechtsenglisch folgendes zu lesen: Delorme makes no
warranties of any kind, either express or implied, including the warranties of
merchantability and fitness for a particular purpose. Delorme shall not be liable to any
person under any legal or equitable theory for damages arising out of the use of this
publication, including, without limitation, for direct, consequential or incidential
damages."
welche Schäden diese Karte auch immer verursachen kann, weiß
ich nicht, aber Anwälte würden da schon Konstrukte und Verschwörungstheorien finden!
Und weiter heißt es: "(
) do not attempt to read these maps while you are
operating a vehicle". Daran hätte ich nun wirklich nicht gedacht, denn ich lese
Karten immer auf der Autobahn bei Tempo 130... |
| Radiostationen |
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Aufgrund
der goßen Distanzen im Westen der USA ist die Radioabdeckung oft sehr schlecht. In vielen
Orten gibt es oft nur einen einzigen Radiosender, welcher Countrymusik spielt. Ich
empfehle deshalb den Ohren zuliebe, möglichst viele Kasetten im Auto einzupunkern.
Radiosendungen in
hoher Qualität bietet meist das Public Radio (Northwest
Public Radio), welches im Gegensatz zu allen anderen Radiostationen auch
Nachrichten bringt.
Ein anderes
Kuriosum beim amerikanischen Radio sind die sogenannten Callsigns. Jede Radiostation
braucht ihre eigene 4-stellige Buchstabenkennung, welche im Westen der USA mit
"K" beginnen muß (z.B. hat der Schnulzensender in Richland, die Kennung
"KONA" oder der Klassiksender in Seattle "KING"). Diese
Buchstabenkennung muß mindestens einmal pro Stunde im Radio verlautbart werden, was bei
langen, klassichen Symphonien zu Problemen führen kann, da man die Symphonie für die
Kennungsdurchsage unterbrechen muß. |
| Landkarten |
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Was kann
an Landkarten so kurios sein? Ich werde gleich diese Frage zu beantworten versuchen.
Anfang der 90er hat
die USA vergeblich versucht ihr Maßsystem in die international üblichen SI Einheiten zu
ändern und man hat begonnen die Landkarten auf Meter umzustellen. Es hat sich allerdings
recht bald herausgestellt, daß diese Umstellung nicht funktioniert und so ist man wieder
auf Fuß und Inch umgestiegen, aber trotzdem findet man noch neu Produzierte Karten in
Meter. Das heißt, wenn man sich in den USA eine Landkarte kauft, kann man sich nie sicher
sein, ob sie in Meter oder Fuß ist. Ich meine, das stellt kein großes Problem dar.
Jedoch wirklich
kurios ist die Einteilung Konturintervalle. Wenn man zwei Karten nebeneinader legt, kann
es sehr oft vorkommen, daß die eine Karte z.B. als Konturlinienintervall 200 Fuß
verwendet, die benachbarte Karte allerdings 250 Fuß.
Ein weiterer
Unterschied zu europäischen Karten ist, daß keine Felswände eingezeichnet werden. Das
heißt, das man sich schwer tut Bergrouten in der Backcountry zu finden, bzw. daß man bei
Schitouren sich nicht vollständig auf das Kartenwerk verlassen kann ... man sieht
spätestens vor Ort, ob der steile Hang auf der Landkarte eine Eigner Nordwand oder eine
steile Almwiese ist.

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oben: Beispiel unterschiedlicher
Höhenschichtlinien
rechts: Karten in Meter und Fuß |
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| Drive-Thru |
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Drive
Thru, in Europe eher als Drive In bekannt, ist seit dem es Mc Donalds in Österreich gibt,
auch für uns kein unbekannter Begriff mehr. Jedoch kann man nicht nur zu Fast Food
"Restaurants" zufahren sondern Drive Thru ist in Amerika fast überall möglich
... nur damit man seinen Hintern nicht aus dem Autositz bewegen muß.
So gibt es z.B. bei
jeder Bank Drive Thru Bankomaten, die meisten Supermärkte haben Drive Thru Apotheken und
entlang der Hauptverbindungen gibt es Drive Thru Espresso Hütten, wo man das braune
Gschloder direkt ins Auto serviert bekommt. Die Drive Thru Philosophie löst sicherlich
das Parkplatzproblem in den USA, allerdings finde ich, kann ein wenig Bewegung auch nicht
schaden. Man soll sich seinen Hamburger gefälligst verdienen und wenn man nur 10 Schritte
vom Auto zum Restaurant machen muß! |
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