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| Passagiere auf US-Flügen
sollen gewogen werden |
Passagiere auf amerikanischen Pendler-Flügen sollen im Februar auf die
Waage gestellt werden. Nach Medienberichten will die Flugaufsichtsbehörde FAA dadurch
herausfinden, ob schwerere Reisende ein "Sicherheitsrisiko" für kleinere
Flugzeuge darstellen.
Übergewicht als Absturzursache?
Zu viel Gewicht an Bord gilt als mögliche Ursache des jüngsten Absturzes einer
doppelmotorigen Maschine der Gesellschaft US Airways Express im Bundesstaat North Carolina
mit 21 Todesopfern.
"Aktion Waage"
Mit Hilfe der "Aktion Waage" will die FAA ihre Annahme prüfen, dass erwachsene
Passagiere unter Einschluss von neun Kilogramm Handgepäck im Durchschnitt im Sommer 81
und im Winter 83,3 Kilo wiegen.
Den Zeitungsberichten zufolge sollen Reisende auf rund einem Drittel von
Städteverbindungsflügen gewogen oder zumindest nach ihrem Gewicht gefragt werden.
Quelle: ORF Online 28.01.2003
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| Die USA als
Souverän |
| Judith
Butler, eine der führenden US-Intellektuellen der 90er Jahre und Theoriestar in Europa,
rechnet mit der Regierung von Präsident Georg W. Bush ab. Sie kritisiert die neue
Spielform des Imperialismus unter Bush. Butler
hatte in den vergangen 15 Jahren ein Händchen für Aufsehen erregende Theorien und
hitzige wie folgenreiche Diskussionen.
"Herrschaft des Willens"
In einem Beitrag für die "Frankfurter Rundschau" stellt Butler fest,
dass die Regierung der USA einer gesetzesfreien "Herrschaft des Willens" folge,
statt sich an Regeln und Abkommen zu halten.
"USA bedienen sich der UNO"
Butler kritisiert vor allem, dass sich die USA auf der einen Seite der UNO
bedienten, wenn es darum gehe, Beweise gegen den Irak zu finden. Auf der anderen Seite
fühle man sich aber gerade an dieses Gremium überhaupt nicht gebunden.
Auf diese Weise stellten die USA ihr eigenes Recht als Souverän über internationale
Abkommen.
Im Vorgehen Bushs sieht Butler einen neuen Imperialismus - der sich freilich bei
genauerem Hinsehen als der alte entpuppt. Butler kritisiert das "imperiale Recht der
USA, zu entscheiden, wann und wo ein Regime wechseln soll". Dabei würden sich die
USA alleine vorbehalten, zu entscheiden, was "demokratisch" ist.
Pervertierte "Demokratie"
Das Konzept "Demokratie" beziehe sich nun nicht länger auf freie Wahlen
oder auf das Recht der politischen Mitbestimmung. "Demokratisch" sei schon, wenn
die USA ein Regime einsetzten.
"Imperialismus vollzieht sich heute durch ein Verbiegen der Begriffe
'Souveränität' und 'Demokratie', sodass die Aufhebung der Souveränität des Irak und
die undemokratische Einrichtung eines USA-freundlichen Regimes wie selbstverständlich als
ein Triumph der Demokratie durchgehen", so Butler.
Kritik an "Mainstream-Presse"
In diesem Kontext kritisiert Butler auch die Reporter der
US-"Mainstream-Presse". Diese würden allzu oft Dinge unter den Tisch kehren,
weil sie sich als "Fußvolk" in einer Kriegskampagne sehen. Berichte über
Friedensaktionen würden so gut wie gar nicht im US-Fernsehen gebracht.
Internet-Umfragen wie jene von CNN und ABC, wonach 80 Prozent der Befragten die USA
für ein größeres Risiko für den Weltfrieden hielten als Nordkorea oder den Irak,
würden in den Medien kein Echo bekommen.
Butlers Reputation
Butler initiierte Anfang der 90er Jahre mit ihrem bekanntesten Werk "Das
Unbehagen der Geschlechter" ("Gender Trouble") eine weit reichende Debatte
über den "Gender"-Begriff und die Identität der Geschlechter.
Die Grundthese wurde Programm: Neben dem biologischen gibt es ein "soziales
Geschlecht" ("gender"), das gesellschaftlich konstruiert ist - mehr dazu in
"Die 'Gender-Queen'".
In ihren letzten Arbeiten widmete sich die Professorin für Rhetorik und
vergleichende Literaturwissenschaft vor allem der ethischen Seite der Theorie über Macht.
Links:
Quelle: ORF Online
(für weitere Artikel zu diesem Thema siehe: http://orf.at/030128-59177/index.html)
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| Dicke US-Kinder scheitern mit Klage gegen McDonald's |

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Acht
fettleibige Kinder sind in den USA mit einer Klage gegen die Fast-Food-Kette McDonald's
gescheitert. Ein Bundesrichter in New York verwarf heute die Klage mit der Begründung, es
gebe keine Beweise dafür, dass die Produkte des Hamburger-Konzerns Abhängigkeit bei den
Konsumenten erzeugten. |
Auch hätten die
Kläger nicht nachweisen können, dass ihre Gesundheitsprobleme mit ihren früheren
häufigen Besuchen bei McDonald's zusammenhingen, befand Richter Robert Sweet.
Klagewelle abgewehrt?
Der Richterspruch ist ein großer Erfolg für das Unternehmen. McDonald's hatte
befürchten müssen, von einer ähnlichen Klagewelle überzogen zu werden wie die
Tabakindustrie.
Kritik an zu wenig Infos
Die klagenden Kinder und ihre Familien hatten der Imbiss-Kette vorgeworfen, nicht
darüber informiert zu haben, dass ihre Mahlzeiten wahre Kalorienbomben seien.
McDonald's habe die gesundheitsschädlichen Folgen seiner Produkte verheimlicht,
argumentierte Anwalt Samuel Hirsch. Auch kritisierte er, dass McDonald's mit Geschenken
und Rabatten gezielt Kinder anzulocken versuche.
McDonald's: Individuelle Entscheidung
Die Anwälte von McDonald's hielten dagegen, jedermann wisse, welche Bestandteile
Produkte wie Hamburger und Pommes Frites enthalten. Zudem sei der Verzehr dieser
Mahlzeiten eine individuelle Entscheidung.
"Gesunde" 180 kg bei 1,68 m
Einer der Kläger war ein 15-jähriger Schüler, der bei einer Größe von 1,68
Meter rund 180 Kilogramm auf die Waage bringt. "Ich habe immer geglaubt, das Essen
bei McDonald's ist gesund für meinen Sohn", sagte seine Mutter Ruth Rhymes.
Seit Gregory sechs Jahre alt sei, sei sie de facto jeden Tag bei der Fast-Food-Kette
gewesen. Ihr Sohn habe meist die "Super Size"-Menüs bestellt, bei denen es für
einen geringen Aufpreis extra große Portionen gibt.
Quelle:
ORF Online / 22.01.2003 |
| American Dream - ein
Alptraum |
| Jeder Ausländer wird
registriert und dokumentiert - gegen diese neueste Maßnahme der USA im Kampf gegen den
Terror regt sich heftiger Widerspruch. Von unserer Korrespondentin EVA MALE (WASHINGTON)
Lange Schlangen, lange Gesichter.
Nervosität, Verwirrung, Angst, im Gefängnis zu landen oder abgeschoben zu werden. Für
Tausende von Einwanderern, vorwiegend aus muslimischen Ländern, entwickelt sich der
"American Dream" derzeit zum Alptraum. Männer ab 16 aus 13 Ländern, die als
besonders riskant erachtet werden, müssen sich laut neuen Bestimmungen derzeit bei der
amerikanischen Einwanderungsbehörde melden.
Es geht um Besucher, die als
Touristen, Studenten oder Geschäftsleute vor dem 1. Oktober 2002 einreisten. Sie haben
zeitlich begrenzte Visa, die sie nun zur Überprüfung vorlegen müssen. Außerdem werden
ihnen Fingerabdrücke abgenommen, viele müssen sich stundenlangen Verhören stellen.
Seit dem Beginn des
umstrittenen Programms vor einem Monat sind bereits mehr als 500 Männer festgenommen
worden, meist wegen Visumverstößen, für die sie oft nichts können, da ihre Ansuchen um
Verlängerung im bürokratischen Labyrinth festsitzen. Die erste Registrierungswelle
betraf die Länder Iran, Irak, Libyen, Sudan, Syrien, dann folgten Afghanistan, Algerien,
Bahrain, Eritrea, Libanon, Marokko, Nordkorea, Oman, Katar, Somalia, Tunesien.
Bisher haben sich mehr als
15.000 ausländische Bürger gemeldet; bis zur nächsten Deadline am 21. Februar werden
geschätzte 14.000 Saudis und Pakistanis folgen.
Personen aufgrund ihrer
Herkunft herauszufischen und besonders genau unter die Lupe zu nehmen, komme rassischer
Diskrimination gleich, kritisiert William Schulz von "Amnesty International" in
einem Brief an US-Justizminister John Ashcroft. Dem Protest schließen sich Vereinigungen
von Amerikanern arabischen Ursprungs sowie religiöse und "civil
liberties"-Gruppen an. Auch das Chaos bei der Abwicklung, die verwirrenden und teils
widersprüchlichen Anweisungen an die betroffenen Ausländer sowie an die Mitarbeiter der
Einwanderungsbehörde (INS) selbst werden scharf kritisiert.
Die Zweckmäßigkeit der
Registrierungs-Aktion wird vielseits in Frage gestellt. "Die Anhäufung von
massenhaft Daten allein ist nicht unbedingt hilfreich", erklärt Juliette Kayyem,
Terrorismus-Expertin in Harvard. "Die Idee, daß die Regierung damit den Terrorismus
stoppen kann, ist absurd."
Blindlings Verhaftungen
Die Aktion ist das letzte
Glied in einer Kette umstrittener Maßnahmen, mit denen die amerikanische Regierung seit
dem 11. September 2001 die Sicherheit zu erhöhen versucht. Unmittelbar nach den
Terroranschlägen waren über 1000 Immigranten verhaftet und zum Teil über einen
längeren Zeitraum festgehalten worden. Zuletzt wurde eine Vielzahl von Personen, die aus
dem Nahen Osten stammen, befragt. Der Versuch des FBI, Tausende von Illegalen im Rahmen
der Terrorismusbekämpfung aufzuspüren, zu interviewen und gegebenenfalls abzuschieben,
scheiterte an den schleißigen Datenbanken des INS. Zahllose ausländische Studenten
konnten in diesem Semester nur mit großer Verspätung - oder gar nicht - ihre Studien in
den USA aufnehmen.
Wiederholt zeigte sich in den
vergangenen eineinhalb Jahren, daß die Einwanderungsbehörde der Papierlawine nicht
gewachsen ist. Die Dokumentation ausländischer Besucher und Immigranten wies enorme
Lücken auf. Mit der Bearbeitung von Anträgen ist das INS total im Verzug. So stellte
sich etwa im Sommer heraus, daß zwei Millionen Dokumente, darunter Anträge auf
Staatsbürgerschaft und Adreßänderungsmeldungen, jahrelang in einem Lager in Kansas
zwischengelagert wurden und der Bearbeitung harrten. Zuvor hatte die Einwanderungsbehörde
gar zwei der Terroristen vom 11. September posthum Visa ausgestellt. "Es ist eines
der schmutzigsten Geheimnisse des INS", erklärt Lucas Guttentag von der
"American Civil Liberties Union": "Während das Informationssystem der
Behörde total inadäquat ist, bestraft diese Immigranten für die eigene
Schlamperei."
| 16.01.2003 |
Quelle:
Print-Presse |
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| Volkes Meinung |
| Gudrun Harrer wundert
sich über das, was die Amerikaner laut Umfragen nicht wissen und ihnen auch nicht gesagt
wird Großes
Köpfeschütteln rufen - völlig zu Recht - im Westen die in der islamischen Welt weit
verbreiteten Verschwörungstheorien hervor, deren geschmackloseste, wenn auch
psychologisch am einfachsten erklärbare rund um den 11. September 2001 kreisen. Was sagt
man aber dazu: Laut einer Umfrage glauben 44 Prozent der Amerikaner, dass einige oder alle
der Attentäter des 11. September Iraker waren, nur 17 Prozent der Befragten vermuten
richtig, dass kein Iraker dabei war. Ja, so einfach funktioniert eben die Welt, auch die
westliche, freie mit ihrem tollen Informationsangebot - und der böse Verdacht liegt nahe,
dass dies den Entscheidungsträgern manchmal so unrecht nicht ist. Vielleicht täte es der
Unterstützung für den Irakkrieg gar nicht gut, wenn die 41 Prozent der Amerikaner, die
glauben, dass Saddam Hussein Atomwaffen besitzt, ebenfalls erführen, dass dies Nonsens
ist.
Gleichzeitig ist jedoch die Zustimmung der
Amerikaner zu Bushs Außenpolitik auf den Tiefststand seit dem 11. September gesunken -
keine Angst, sie liegt noch immer bei satten 53 Prozent. Ist Bush eigentlich zu friedlich
oder zu kriegerisch, um den Rest seiner Landsleute zu begeistern?
Schwer zu quantifizieren, wie sehr die -
etwas verquere, siehe oben - Volksmeinung die nächsten Schritte der US-Administration
beeinflussen wird: Wie schlägt es sich auf Umfragewerte nieder, wenn man am Golf eine
Heeresmacht von 150.000 Soldaten aufmarschieren lässt, sie vielleicht ein paar Monate
dort in der inzwischen ausgebrochenen Affenhitze stehen lässt - so viel Zeit brauchen die
UN-Inspektoren im Irak, um halbwegs etwas sagen zu können -, um sie danach wieder
abzuziehen? Ob man mit Mut zum Antiklimax - einem abgesagten Krieg, auf den die Amerikaner
seit Monaten eingestimmt werden - Wahlen gewinnen kann, ist zweifelhaft. Schade, dass Bush
junior nicht schon in seiner zweiten Amtszeit ist.
(DER STANDARD, Printausgabe, 16.01.2003) |
| Sex
vor der Ehe in Georgia keine Straftat mehr |
Vorehelicher
Geschlechtsverkehr ist in Georgia nicht länger ein Fall für den Staatsanwalt. Das
oberste Gericht des US-Staats entschied gestern in Atlanta, dass ein entsprechendes Gesetz
aus dem Jahr 1833 nicht mehr gültig sei.
Anlass der Entscheidung war der Fall eines 16-Jährigen, der beim Sex mit der Freundin von
deren Mutter überrascht und vor Gericht gebracht wurde. Der Staat dürfe nicht in das
Schlafzimmer der Bürger hineinreden, erklärte Richter Norman Fletcher.
Gesetze gegen vorehelichen Geschlechtsverkehr, von den Juristen der alten Schule als
Unzucht bezeichnet, gibt es noch in etwa zehn Staaten der USA.Quelle:
ORF Online / 14.01.2003 |
| Österreicher sind gegen den Weihnachtsmann |
 |
|
Für
viel Aufregung sorgte ein Artikel über die Pro-Christkind Kampagne in vielen Zeitungen
der USA. Nicht nur die Washington Post und die New York Times berichteten über diese
Kampagne, der nahezu ganzseitige Artikel war auch in Richland im Tri Cities Herald zu
lesen. So eine große Aufmerksamkeit für Österreich hat es schon lange nicht gegeben -
doch nun zum Artikel: |
12.12.02
Washington Post
CBS News
MSNBC News
In Austria, incursion of the American
Santa triggers a yuletide backlash
ASSOCIATED PRESS
VIENNA,
Austria, Dec. 12 Ho, ho, ho? No, no, no!
Santa Claus is coming to town and many Austrians wish he'd just stay home. The
jolly old elf is getting an icy reception in this alpine country that gave the world
"Silent Night" and clings to beloved Christmas traditions.
A
small but boisterous movement alarmed at the intrusion of the American-style Old Saint
Nick is crusading to keep the traditional St. Nikolaus and the Christ Child as the reason
for the season.
Organizers insist they're not anti-Santa. But stickers depicting Santa with a diagonal red
bar across his fluffy white beard are showing up on the stalls of Vienna's outdoor
Christmas markets, where bundled-up shoppers browse for gifts while holding steaming cups
of hot mulled wine or spiked punch in mittened hands.
"We're not really against Santa Claus. For some people, Santa Claus has his
qualities," said Phillip Tengg, 27, a former divinity student who founded the
Pro-Christkind (Pro-Christ Child) Society in 1998 in the western city of Innsbruck.
"We're against the fact that Santa Claus has become an advertising symbol of almost
boundless consumption. It obscures the true meaning of Christmas. He's displacing the
traditional St. Nikolaus and the Christ Child."
To be sure, Austria's Christmas traditions can be a bit bewildering to outsiders.
The season begins on Dec. 5, when a horned, fur-clad beast known as Krampus mock-rampages
through streets and malls, terrorizing small children with switches and chains and trying
to scoop them into his bucket. The next day, St. Nikolaus arrives wearing a bishop's miter
and delivers biscuits and sweets.
On Christmas Eve, the Christkind, or Christ Child, sneaks into homes and deposits presents
under the tree. On Dec. 25 families gather for a traditional meal of baked carp.
Tengg's group, which claims about 100 members from Austria, Germany and Switzerland, is
alarmed at all the Santas and reindeer popping up at Christmas markets devoted to nativity
scenes and angels.
The backlash resonates among Austrians like Lydia Krebs, who take pride in the traditions
observed in this overwhelmingly Roman Catholic country where priest Joseph Mohr wrote
"Silent Night" originally "Stille Nacht! Heilige Nacht!" in 1816.
"Our Christmas traditions are so beautiful, and Santa takes something away
from them," she said Thursday from behind her stand of glass-blown ornaments,
gingerbread houses and miniature creches. "My sister lives in Atlanta, and Christmas
is so awful there so hectic, and so many lights. It's just too commercial."
On its Web site, Pro-Christkind says it wants to encourage "critical reflection over
trends like Santa Claus" and hopes Austrians "will understand that Christmas is
a celebration of people and God, not a consumer frenzy."
Not surprisingly, the movement is supported by the Archdiocese of Vienna, which is
struggling to woo back the 80 percent of Austrians who think of themselves as Catholics
but rarely, if ever, attend Mass.
Pro-Christkind's members include Bishop Alois Kothgasser, who told Austrian radio recently
that he considers himself "pro-Christ Child and anti-Santa." Kath.Net, a group
of German-speaking Catholic believers, applauds "the protest against the pervasive
Santa Claus."
Besides its sticker campaign ("We Believe in the Christ Child"), Pro-Christkind
is urging Austrians inclined to e-mail their holiday greetings to consider its Christ
Child e-cards.
The issue is hotly debated in the group's chat room. "I'll say it just once: Beat it,
Santa!" wrote a woman who gave her name only as Eva. "Your pseudo-religious
blah-blah is priceless," retorted a man called Jeff.
Martina Voigt, a Pro-Christkind leader, says it is signing up 20 new members every day.
"We don't have anything against Santa Claus," Voigt told the daily Tiroler
Tageszeitung. "We just don't want him to control everything."
On the Net:
Pro-Christ Child organization, www.pro-christkind.org

|
Margit Hammerl and Horst
Strauss, from left, members of the Pro-Christkind Society pose in front of a nativity
scene at a Vienna Christmas market with Pro-Christkind stickers on their jackets. |
ARTIKEL IM STANDARD:
Der
erschossene Weihnachtsmann
Der Innsbrucker Verein "Pro Christkind" sorgt in US-Medien für Aufregung
Wien - Die beiden "Kontrahenten" könnten unterschiedlicher nicht sein.
Ein rundlicher älterer Herr in Rot mit weißem Rauschebart (so sieht man ihn jedenfalls
überall) und ein blond gelocktes engelsgleiches Wesen (so stellt man es sich halt vor).
Weihnachtsmann oder Christkind - um die Frage, wer denn nun wo die Geschenke bringt, wird
in der gerüchteweise friedlichsten Zeit des Jahres quer über den Atlantik heftig
diskutiert.
Die Aktivitäten der Innsbrucker Vereins "Pro Christkind", der die
österreichische Tradition gewahrt wissen will, haben in den USA ein veritables Medienecho
ausgelöst. Und, ist man sich in den Berichten einig, mit dem netten Mr. Santa Claus werde
gar harsch umgesprungen.
"Ho-Ho-Ho, für Österreicher ist das nicht zum Lachen"
"Ho-Ho-Ho, für Österreicher ist das nicht zum Lachen", titelte etwa die New
York Times vor einigen Tagen. Der Weihnachtsmann sei hierzulande als Symbol amerikanischer
Kommerzkultur ein "unwillkommener Gast", konnte man da lesen.
Ein im Schnee liegender erschossener Weihnachtsmann
Im CNN-Nachrichtenmagazin "Nightline" wurden Montagabend E-Cards gezeigt, die
auf der "Pro-Christkind"- Homepage angeboten werden: Ein im Schnee liegender
erschossener Weihnachtsmann, auf dessen Brust ein Jäger triumphierend sein Bein stellt,
im Hintergrund die ebenfalls erschossenen Rentiere. Andere Karten mit noch
erschreckenderen Bildern "können wir einfach nicht zeigen", meinte der
Kommentator: "Diese Leute wollen Frieden auf Erden und wünschen allen das Beste -
aber nicht dem bedauernswerten alten Herren in Rot." Unmut erregte auch ein Sticker,
auf dem der Weihnachtsmann quer durchgestrichen ist - "wie eine Zigarette bei
Rauchverboten", kommentierte CNN-Moderator Aaron Brown.
"Unreflektiert" seien, so Phillip Tengg von "Pro Christkind", die
Berichte in den US-Medien, "weil uns nämlich zwischen den Zeilen ein kämpferischer
Missionsdrang unterstellt wird." Und dem sei keinesfalls so. Deshalb kann man auf der
Kinder-Home- page von "Pro Christkind" auch über Weihnachtsbräuche in anderen
Ländern lesen.
Ursprung von Weihnachten
Der Verein, den es seit 1998 gibt und der bereits im STANDARD vorgestellt wurde, wird nach
dem Interesse aus den USA und Großbritannien nun auch eine englische Version der Homepage
erstellen, um alle Missverständnisse auszuräumen. Denn man habe weder etwas gegen den
Weihnachtsmann, betont Tengg, noch gegen Amerika - "diese Frage wird in jedem
Interview gestellt". Es gehe schlicht um die Erhaltung "unserer lokalen
Tradition". Wenn Kinder nur noch Geschichten über den Weihnachtsmann hörten,
würden sie den Ursprung von Weihnachten vergessen.
Und, bekundet Tengg seine Sympathie für den alten Mann mit Schlitten, der Weihnachtsmann
in seiner eigentlichen Bedeutung werde durch die Werbung "ebenfalls
missbraucht".
(fern,
APA, DER STANDARD Printausgabe 18.12.2002)
|
US Satire gegen Waffenlobby |

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Link zu ORF ON Artikel
Waffenbesitz
aufs Korn genommen
Michael Moore,
einer der wenigen prominenten linken Intellektuellen in den USA, legt den Finger auf eine
Wunde der US-Gesellschaft: In seinem Dokumentarfilm "Bowling for Columbine"
thematisiert er satirisch das Verhältnis der US-Bürger zu Waffen. Am 6. Dezember kommt
der Film in die heimischen Kinos.
Spezialpreis in Cannes
Moores provozierender Streifen ist angesichts
des Irak-Konflikts und der erst wenige Wochen zurückliegenden Attacken der
Heckenschützen von Washington eine unterhaltsame Materialsammlung zur Gewaltgeschichte
der USA.
Bei den Filmfestspielen in Cannes wurde
"Bowling for Columbine" vom Publikum gefeiert und mit einem Spezialpreis
ausgezeichnet.
10.000 Schusswaffenopfer
Angeregt durch die Tatsache, dass in seiner
Heimatstadt nicht nur der rigorose Waffen-Lobbyist Charlton Heston aufwuchs, sondern auch
Eric Harris, einer der beiden Täter des Schulmassakers an der Columbine Highschool von
Littleton (Colorado), beginnt Moore zu fragen:
Warum hat das Land mit mehr als 10.000
Schusswaffenopfern pro Jahr die weltweit höchste entsprechende Todesrate? Im Nachbarland
Kanada, ähnlich flächendeckend bewaffnet, spielen die durch Gewehr und Pistolen
Getöteten statistisch nur eine Nebenrolle.
Subversive Fragen
Moore bohrt und bohrt, harmlos-freundlich
fragend, aber höchst subversiv. Sein Ansatz ist vielfältig und hätte bei zwei Stunden
Filmlänge mehr Struktur verdient.
Er montiert Interviews, Polizeivideos,
Trickfilme, TV-Ausschnitte und persönliche Kommentare zu einer dynamischen Mixtur mit
klarer Hauptaussage: "Es ist eine historisch gewachsene Angst, die ein Klima der
Gewalt erzeugt."
Gewalt und Angst
Amerika sei auf Gewalt gebaut, meint Moore.
Auf Sklaverei und Ausbeutung vor allem der Schwarzen. Doch die "Angst vor der Rache
des schwarzen Mannes" und aller anderen Opfer erzeuge ein Grundgefühl der Bedrohung.
Die Medien nähmen vor allem einzelne
Gewalttaten wahr und machten sogar noch mit "afrikanischen Killerbienen" Quote.
Und diese paranoide Stimmung wird in Moores Augen durch die Rolle der
"Weltpolizei" USA verstärkt, die ihre Aggressionen als Akte der
Selbstverteidigung darstellt.
Profiteure der Angst
Weiße Jugendliche erzählen von
hausgemachten Bomben. Bürgermilizen sehen im Schießtraining einen Akt der Verantwortung
- eine Gesellschaft im internen Kriegszustand. An der Angst verdienen viele: Medien,
Waffenhersteller, Politiker natürlich, Supermärkte mit Munitionsdepot und Schock-Musiker
wie Marilyn Manson.
Bewusst parteiisch
Für Komik sorgt in diesem Schreckensgemälde
vor allem die Figur des arglosen Fragers. Moore ist dabei bewusst parteiisch, unausgewogen
und manipulierend.
Charlton Heston bricht das Interview mit ihm
ab, bei einem anderen Gespräch mit einem Waffennarren verabschiedet sich Moore lakonisch:
"Danke, dass sie mich nicht erschossen haben."
Links:
|
Quelle: ORF Online / 22.11.2002 |
| American youths failing geography |


Quelle:
Tri-Cities-Herald / Nov 2002 |
| USA: Drei Jahre Haft für Striptease am Flughafen? |
Einer Französin, die aus Verärgerung über die scharfen Personenkontrollen
an einem US-Flughafen einen Striptease hinlegte, drohen nun drei Jahre Haft.
Die 56-Jährige brach nach Medienberichten heute zusammen, als der zuständige Richter in
Evansville (US-Bundesstaat Indiana) sie über die mögliche Höchststrafe informierte. Der
Richter berief sich dabei auf das neue Antiterrorgesetz, das nach dem 11. September 2001
verabschiedet wurde und bei "Straftaten" an Flughäfen bis zu drei Jahre Haft
vorsieht.
Die Französin hatte in Indiana an der Hochzeit ihres Neffen teilgenommen und war auf dem
Rückflug nach Frankreich, als sie von den Kontrolleuren überprüft wurde.
Verärgert über Kontrolle
Nach
Zeugenangaben piepte der Scanner des Beamten bei der Kontrolle immer wieder, bis es der
"anfangs kooperativen" Frau zu bunt wurde und sie aus Verärgerung Pullover,
Bluse und schließlich trotz heftiger Gegenwehr des Kontrolleurs den BH ablegte.
Gefunden wurde trotz der Offenlegung nichts, doch die Aufregung führte zu einer
zehnminütigen Schließung des Flughafens.
Quelle:
ORF Online / 31.10.2002 |
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