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Anti-Terror und Homeland Security
Die Angst der Amerikaner vor einem nächsten Terroranschlag ist unbeschreiblich. Anhand von Artikeln in ORF Online (www.orf.at) und anhand meiner Erfahrungen werde ich euch ein wenig in die neuesten innenpolitischen Entwicklungen einführen.

Ausländer haben es in einem jeden Land schwer. In Österreich werden Ausländer von der Bevölkerung angepöbelt und unwirsch behandelt, in den sonst so freundlichen USA übernimmt nun der Staat diese Rolle. Auch wenn der Durchschnittsamerikaner bis jetzt kaum Angst vor Ausländern hatte, so schaffte es die Politik in Washington D.C. zunehmend, in der Bevölkerung eine Aversion gegen Ausländer aufzubauen. Im (sehr zu empfehlenden) Film "Bowling for Columbine" wurde ein gravierender Unterschied zwischen amerikanischen Politikern und kanadischen Politikern aufgezeigt. In Kanada versuchen Politiker Konflikte mit Gesprächen zu lösen und Konflikte zu beruhigen, in den USA wird sofort mit Waffen gedroht und selbst die Politiker versuchen nicht den Ängsten der Amerikaner entgegenzuwirken!

Meine Erfahrungen zeigen immer mehr, dass für die Behörden ein jeder Ausländer ein potentieller Terrorist ist. Manche Universitäten beginnen sogar ihre ausländischen Studenten zu beschatten (siehe Artikel unten) und auch als ich bei PNNL mein Arbeitsverhältnis (unbezahlt) um eine Woche verlängern wollte, stellten sich zu hohe bürokratische Hürden in den Weg.

Das Schlimme an der ganzen Sache ist nicht nur, dass man somit der Bevölkerung offensichtlich zeigt (und manchmal auch unverblümt sagt), dass ein jeder Ausländer gefährlich ist, sondern dass auch immer mehr die demokratischen Grundrechte, auf die die USA immer besonders stolz waren, den Bach runterfließen. Jeder kann ohne Begründung aufgrund der Anti-Terror Gesetze ins Gefängnis geworfen werden und wenn ein Ausländer etwas ausfrisst, wird er sowieso nicht mit dem Zivilrecht angeklangt, sondern unter den Anti-Terror Gesetzen angeklagt (Siehe Artikel über Striptease einer Französin in der Presserevue). Auch das "Superministerium" für Homeland-Security (Wort des Jahres?) gibt Grund zur Sorge. Dieses Ministerium entwickelt sich zu einer riesigen Datenbank, in der alle Daten aller Amerikaner und Nichtamerikaner gesammelt werden. Von Kreditkartentransaktionen über Steuerdaten bis zu hin zum E-Mail Verkehr - all diese Daten laufen in diesem Ministerium zusammen! Es wird natürlich beteuert, dass alles unter strengem Datenschutz steht, aber ich hege leichte Zweifel, ob das möglich ist. Die Amerikaner waren immer sehr stolz auf ihre Freiheit und Unabhängigket (ich meiner hiermit die Bevölkerung), aber sie merken nicht, dass es seit diesem Ministerium für sie keine Freiheit mehr gibt. Der Staat weiß alles ... Big Brother is watching you!

Ich könnte noch viele Beispiele bringen und so eine eigene, ganze Artikelserie schreiben, ich will mich jedoch einbremsen und das Wort den Redakteuren vom ORF geben. Zum Abschluß möchte ich nur noch Anmerken, dass ich diese Entwicklung mit großer Sorge (es lebe U.H.B.P. Tommy Klestil) weiter beobachten werde und ich befürchte, dass diese Entwicklung, welche hier in Amerika begonnen hat, auch nach Europa überspringen wird.

written by stefan 

                 







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Link Tipps:

· Offizielle Homeland Security Seite des Weißen Hauses
(Rechte Gefahrenskala)

· Inoffizielle Homeland Security Seite des Weißen Hauses
(Linke Gefahrenskala)

 

       

Auswahl von Artikeln zum Thema Anti-Terror und Homeland-Security

Folgende Artikel habe ich (bis jetzt) für euch ausgewählt:

zum Artikel Die Schattenseite des Anti-Terror-Kampfes
Quelle: ORF Online, 15.01.2003
zum Artikel Das "Patrioten"-Gesetz und seine Folgen Quelle: ORF Online, 15.01.2003
zum Artikel "Absurde Anti-Terror-Maßnahme"
Quelle: ORF Online, 15.01.2003
zum Artikel "Black Friday" für US-arabische Gemeinde
Quelle: ORF Online, 15.01.2003
zum Artikel "USA drücken bei Verbündeten ein Auge zu"
Quelle: ORF Online, 15.01.2003
zum Artikel Erste US-Uni überwacht Studenten
Quelle: ORF Online, 10.01.2003
zum Artikel Bürgerrechtler: USA auf dem Weg in "Big-Brother-Staat" Quelle: ORF Online, 16.01.2003
zum Artikel USA: Überwachung von Lesern Quelle: Die Presse, 23.01.2003
zum Artikel "Das übersteigt Bin Ladens Träume" Quelle: ORF Online, 28.01.2003

 

            

Die Schattenseite des Anti-Terror-Kampfes

Während sich die USA derzeit mit vollem Tempo auf einen Irak-Krieg vorbereiten, geht auch der Anti-Terror-Kampf an der "Heimatfront" unvermindert weiter: Bis Ende Februar müssen sich alle Bürger aus zahlreichen arabischen Staaten bei der Einwanderungsbehörde melden. In Kalifornien wurden offenbar Ende Dezember Hunderte Menschen tagelang unter katastrophalen Bedingungen inhaftiert. Bürgerrechtler laufen Sturm gegen das "Patrioten"-Gesetz und seine Folgen. Sie fragen provokant: "Was kommt als Nächstes, Konzentrationslager?"
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lesen Sie mehr (siehe unten)

Quelle: ORF (http://orf.at/030113-58689/index.html 

        

Das "Patrioten"-Gesetz und seine Folgen
Diskriminierungen und Verbalattacken an der Tagesordnung. Von Christiane Oelrich, dpa.

"Was kommt als Nächstes, Konzentrationslager?" stand auf dem Protestplakat, das Demonstranten vor dem Büro der US-Einwanderungsbehörde INS in Detroit vergangene Woche hoch hielten.

Tausende Männer aus überwiegend moslemischen Ländern, die als "sichere Häfen" für Terroristen gelten, standen im ganzen Land Schlange vor den INS-Büros, um die neue Meldepflicht inklusive Foto und Fingerabdrücken zu erfüllen und sich befragen zu lassen. Die meisten waren nervös.

"Wie in Syrien"

"Mir lief ein Schauer über den Rücken", berichtete der syrische Arzt Khattar Aizuki, der seit elf Jahren in den USA lebt und arbeitet, dem "Philadelphia Inquirer". Es sei "wie in Syrien", fasst er seine Erfahrung mit der speziellen Meldepflicht ("Call-in Special Registration") zusammen.

Seit den Terroranschlägen auf das World Trade Center klagen Moslems in den USA über Diskriminierung. Unmittelbar nach den Anschlägen wurden zahlreiche Männer mit "arabischem Aussehen" aus Flugzeugen entfernt.

Tausende verhaftet - ohne Ergebnis

1.200 wurden festgenommen und teilweise monatelang verhört und festgehalten. Doch niemand wurde bisher wegen Terrorkontakten angeklagt.

Geschäfte wurden angegriffen, und viele Moslems beschwerten sich über Verbalattacken auf offener Straße.

Fristen für Angehörige jedes arabischen Landes

In der nach dem 11. September 2001 neu geschaffenen Meldepflicht sehen Bürgerrechtsgruppen und arabische Vereine eine staatliche Diskriminierungskampagne.

Bis vergangenen Freitag mussten sich alle Männer über 16 Jahre aus zwölf überwiegend moslemischen Ländern und Nordkorea melden - rund 15.000, schätzten die Behörden. Eine erste Meldefrist für Bürger anderer moslemischer Länder war im Dezember abgelaufen.

Bis Ende Februar müssen sich alle Männer aus Saudi-Arabien und Pakistan registrieren lassen. Wer sich nicht meldet, kann festgenommen und deportiert werden, warnt die Behörde.

"Ende im Internierungslager"?

"Es geht Angst und Schrecken um", sagte der Direktor der moslemischen Gruppe "Muslim Public Affairs Council" in Los Angeles, Salam al-Marayati, der "Los Angeles Times". "Die Leute fürchten, dass das nur der Anfang ist und irgendwann alle im Internierungslager landen."
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Links:

Quelle: ORF (http://orf.at/030113-58689/index.html 

   

"Absurde Anti-Terror-Maßnahme"
Kritiker lassen kein gutes Haar an dem Vorgehen der Einwanderungsbehörde. Zweifel an Sinnhaftigkeit

"Leute wegen ihrer Herkunft oder Religion herauszupicken ist ein Angriff auf die Bürgerrechte und Faschismus!" Mit diesen Worten empört sich die Mathematiklehrerin Bonnie Bluestein in Pasadena in Kalifornien über die massenhafte Vorladung von Ausländern aus islamischen Staaten.

Demo vor INS-Büros

Zusammen mit Dutzenden von Gesinnungsfreunden postierte sie sich als "Menschenrechtsbeobachterin" vor einem Büro der US-Einwanderungsbehörde INS, um den Prozess - bei dem es offiziell um die Registrierung und Abnahme von Fingerabdrücken geht - zu überwachen.

INS weist die Vorwürfe zurück. Nach dem "Patrioten"-Gesetz, das kurz nach den Terroranschlägen von 2001 verabschiedet wurde, müssen in drei Jahren alle 35 Millionen ausländischen Besucher in den USA erkennungsdienstlich registriert werden.

Alle Ausländer werden registriert

Es handle sich um eine erste Phase des Programms, das schließlich Ausländer aller Nationalitäten umfasse.

Vorwürfe von Amnesty

Die Menschenrechts- und Gefangenenhilfe-Organisation Amnesty International (AI) wirft der US-Regierung vor, möglicherweise internationale Konventionen zu verletzen, die Diskriminierung verbieten.

Massenverhaftung in Kalifornien

Im Dezember waren Hunderte Männer festgenommen worden, die sich mit nicht ganz einwandfreien Papieren gemeldet hatten. Mehrere landeten tagelang in Gefängnis.

"Absurde Anti-Terror-Maßnahme"

Dass die Meldepflichten mutmaßliche Terroristen oder Informationen über Terrorkomplotte zu Tage fördern, halten Kritiker ohnehin für unwahrscheinlich. "Welcher Mann wird sich jetzt noch melden, wenn er weiß, dass er festgenommen oder deportiert wird, wenn sein Visum abgelaufen ist?" fragt Dozent Sadiq Reza von der Rechtsfakultät in New York.

"Die Vorstellung, dass die Regierung den Terrorismus damit stoppen kann, ist absurd", sagte die Terrorismusexpertin der Harvard-Universität, Juliette Kayyem.

"Machen Freunde zu Feinden"

"Wir machen die zu Feinden, die unsere Freunde seien sollten", meint Kareem Shora, Rechtsberater des Arabisch-Amerikanischen Anti-Diskriminierungs-Komitees. zurück zum Menü

Links:



Quelle: ORF (http://orf.at/030113-58689/index.html 

        

"Black Friday" für US-arabische Gemeinde
Berichte von katastrophalen Bedingungen während Inhaftierung

Landesweites Aufsehen erregte in den USA das "Patrioten"-Gesetz, als in Kalifornien kurz vor Weihnachten Hunderte Ausländer nahöstlicher Herkunft wegen angeblicher Visavergehen festgenommen wurden.

Die Massenfestnahmen haben seither einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. Den Männern wurden Handschellen angelegt, als sie sich nach einem Aufruf bei der Einwanderungsbehörde meldeten.

Bürgerrechtler klagen

Mehrere Bürgerrechtsgruppen haben mittlerweile eine Sammelklage gegen die Einwanderungsbehörde INS eingereicht.

Peter Schey, Anwalt der sechs im Klagstext nicht genannten Kläger, argumentiert, die massenhafte Registrierung sei "irrational, weil sich keine (bisher) unbekannten Terroristen melden werden".

"Terroristen lachen"

"Die Terroristen lachen diese braven Bürger wahrscheinlich aus", so ein Sprecher einer Iranervereinigung in Santa Ana, Baak Sotoodeh.

Konkret richtet sich die Klage nicht gegen die Registrierungspflicht an sich, sondern die Art und Weise der Umsetzung.

Wie viele Männer tatsächlich in Gewahrsam genommen wurden, ist bis heute ungeklärt. Nach Angaben von Ausländerorganisationen waren es rund 2.000 Männer, unter ihnen auch Jugendliche, laut US-Justizministerium dagegen "nur" 227.

"Schwarzer Freitag"

In der amerikanisch-arabischen Gemeinde wird dieses Ereignis bereits als "Schwarzer Freitag" bezeichnet. Freitag vor Weihnachten hatten die Inhaftierungen ihren bisherigen Höhepunkt erreicht.

Die Männer mussten dabei offenbar unter teils katastrophalen Umständen tagelang in Gefangenschaft ausharren. Sie wurden wegen Überfüllung in Gefängnisbussen und in Handschellen zwischen verschiedenen INS-Zentren hin und her transportiert.

Mussten im Stehen schlafen

Familien, die mit ihren Angehörigen telefonieren konnten, berichteten, dass die Männer gezwungen wurden, im Stehen zu schlafen oder auf dem Betonboden ohne Decken. Einige wurden mit der Deportation, ohne vorher noch ihre Familienangehörigen sehen zu können, bedroht. zurück zum Menü

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Quelle: ORF (http://orf.at/030113-58689/index.html 

        

"USA drücken bei Verbündeten ein Auge zu"
Human Rights Watch: Die USA "übersehen" Verletzungen der Menschenrechte in verbündeten Ländern

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch hat den USA eine folgenschwere Vernachlässigung der Menschenrechte im Kampf gegen den Terrorismus vorgeworfen: Die USA missbrauchten im Kampf gegen verdächtige Ausländer ihre Einwanderungsgesetze.

Kritisiert wird aber vor allem die Duldung von Menschenrechtsverletzungen in Ländern, die von den USA als Verbündete gesehen werden.

"USA verhindern Stärkung der Grundrechte"

Mit der Bereitschaft, über den Missbrauch von Menschenrechten durch seine wichtigsten Verbündeten hinwegzusehen, behindere Washington die weltweiten Bemühungen für eine stärkere Achtung der Grundrechte, heißt es in dem am Dienstag veröffentlichten Jahresbericht von Human Rights Watch.

Im Anti-Terror-Kampf drücke Washington unter anderem bei Menschenrechtsverletzungen in Pakistan, China, Saudi-Arabien und bei einigen afghanischen Kriegsherren ein Auge zu, bemängelt der 558 Seiten starke Bericht über die Situation der Menschenrechte in 58 Ländern.

Weltweiter Schaden

"In seiner Rolle als einzige Supermacht schadet Washington der Sache weltweit, wenn es das Thema Menschenrechte auf die leichte Schulter nimmt", erklärte Kenneth Roth, Vorsitzender der Organisation.

Zwar hätten sich die USA in einigen Ländern für eine Stärkung der Menschenrechte eingesetzt, die nicht zu ihren engsten Verbündeten zählten, unter anderem in Weißrussland und Simbabwe.

Andere Maßstäbe

Diese Bemühungen würden jedoch geschmälert durch die Weigerung der USA, sich um die Menschenrechte in verbündeten Staaten zu kümmern und sich selbst an Maßstäben messen zu lassen, die man anderen Ländern auferlege.

Kein Kuschelkurs gegenüber Unterdrückern

"Um den Terrorismus bekämpfen zu können, bedarf es der Unterstützung jener Länder, in denen die Terroristen leben", erklärte Roth weiter. Ein "Kuschelkurs" gegenüber Regierungen, die ihr Volk unterdrückten, sei sicherlich nicht der richtige Weg, um die Menschen für den Anti-Terror-Kampf zu gewinnen, betonte er mit Verweis auf Pakistan.

Guantanamo: Menschenrechte verletzt

Im Umgang mit den Gefangenen auf der US-Militärbasis Guantanamo auf Kuba missachten die USA laut Human Rights Watch selbst die grundlegendsten Menschenrechte.

"Washington weigert sich, auf die in Afghanistan gefassten Kriegsgefangenen die Genfer Konvention anzuwenden, und missbraucht die Kategorie des 'feindlichen Kämpfers'", heißt es in dem Bericht weiter.

"USA untergraben internationale Initiativen"

Kritisiert wird zudem das Bestreben der US-Regierung im vergangenen Jahr, wichtige Initiativen wie den Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) sowie eine UNO-Resolution zur Achtung der Menschenrechte im Anti-Terror-Kampf zu untergraben.

Der internationale Kampf gegen den Terrorismus diene aber auch anderen westlichen Ländern als Entschuldigung, in Moskau nicht mehr gegen die Missachtung der Menschenrechte in der abtrünnigen Kaukasusrepublik Tschetschenien zu intervenieren, heißt es in dem Bericht weiter.

USA: "Beste Verteidigung gegen Terror"

Die USA wiesen die Kritik zurück. Die Regierung in Washington halte im Gegenteil die Verbreitung von "wirtschaftlicher und politischer Freiheit" für die "beste Verteidigung gegen den Terrorismus", sagte Außenamtssprecher Richard Boucher am Dienstagabend in Washington.

Extremisten fänden dann keinen Nährboden. Die Förderung der Demokratie in der Welt sei ein "wichtiger Bestandteil unserer Hilfe im Kampf gegen den Terrorismus", sagte Boucher. zurück zum Menü


Quelle: ORF (http://orf.at/030113-58689/index.html 

   

Erste US-Uni überwacht Studenten
Status von ausländischen Studenten wird zentral elektronisch erfasst. Daten werden an Einwanderungsbehörde übermittelt.

Die American University in Washington [Anm.: D.C.] erfasst als erste US-Hochschule den Status ihrer ausländischen Studenten zentral elektronisch.

Das installierte "Student Exchange and Visitor Information Systems" [SEVIS] ist eine Überwachungsmaßnahme, die nach dem 11. September 2001 eingeführt wurde.
 

"Wir wissen, wo unsere Studenten schlafen"

"Wir können der INS nun genau sagen, wo unsere Studenten schlafen", meint der Vizepräsident der Universität, Tom Myers. Ab 30. Jänner
[Anm.: 2003] muss SEVIS an allen Universitäten in den USA eingeführt werden.
Überwachungssystem für Studenten-Visa

Vorlesungen, Adresse, Visum

Alle Daten der Studenten werden mit dem System an die Einwanderungsbehörde [Immigration and Naturalization Service, INS] übermittelt.

So muss unter anderem gemeldet werden, ob der einzelne Student noch immer die Vorlesungen der Hochschule besucht oder das Studium abgebrochen hat und wo jeder Student wohnt. Auch die Gültigkeit der Visa wird über das System überprüft.
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Quelle: ORF (http://futurezone.orf.at/futurezone.orf?read=detail&id=140661 

      

Bürgerrechtler: USA auf dem Weg in "Big-Brother-Staat"

Die größte amerikanische Bürgerrechtsvereinigung sieht die USA auf dem Weg in einen Überwachungsstaat. Immer mehr neue Technologie und immer weniger gesetzliche Beschränkungen führten dazu, dass der "Big-Brother-Staat" Realität zu werden drohe, warnte gestern die Bürgerrechtsvereinigung American Civil Liberties Union (ACLU).

"Viele Menschen verstehen noch immer nicht, dass die Big-Brother-Überwachung nicht länger nur in Büchern und Filmen vorkommt", sagte ACLU-Experte Barry Steinhardt. Angesichts der neusten Technik bewahre nur die US-Gesetzgebung die Amerikaner vor einer völligen Überwachung. Diese Schranken würden aber aus Angst vor Terrorangriffen niedergerissen.

"Trugschluss" nach 11. September

"Unglücklicherweise brachten die Anschläge vom 11. September einige zu dem Trugschluss, dass eine Schwächung der Verfassung Amerika stärken wird", sagte Steinhardt.

Als Beispiel für die Gefahr eines totalen Überwachungsstaates nannten die Autoren die Pentagonpläne des Ex-Admirals John Poindexter. Er will mit Hilfe modernster Computer Millionen E-Mails, Faxe und persönliche Daten weltweit nach verdächtigen Mustern durchkämmen.
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Quelle: ORF (http://orf.at/ticker/100916.html 

        

USA: Überwachung von Lesern
In den Vereinigten Staaten werden im Rahmen des neuen Anti-Terror-Gesetzes Käufer von Büchern und Zeitungen registriert.

"Das ist das erste Mal in der Geschichte, daß Leser, und nicht Autoren, kontrolliert und überprüft werden sollen". Freimut Duve, Medienbeauftragter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), kritisierte am Donnerstag vor dem Ständigen Rat der OSZE in Wien das amerikanische FBI und die US-Einwanderungsbehörde schwer.

Das neue Anti-Terror-Gesetz "Patriot Act" erlaube ihnen die Überprüfung von Bücherei-Aufzeichnungen, Zeitungsabonnenten und Buchhandlungsrechnungen. Der Medienbeauftragte befürchtet, daß die neuen Maßnahmen andere Regierungen zur Nachahmung anregen könnten. Staaten, die solche zweifelhaften Mittel bereits anwenden würden, könnten sich nun auf die Vereinigten Staaten berufen.

"Die Bürger werden in ihrem Recht auf Meinungsfreiheit eingeschränkt", warnt Duve. Beschwerden von Buchhändlern hätten ihn auf das Problem aufmerksam gemacht. Diese müßten Daten über ihre Kunden weitergeben und dürften diese nicht informieren. Leser von regierungskritischen Druckwerken könnten von den Behörden auf eine Liste gesetzt werden.

Laut Duve teilten die EU und Rußland vor dem Ständigen Rat die Befürchtungen der OSZE. Diese ist dabei, ähnliche Maßnahmen in westeuropäischen Ländern zu untersuchen. fan zurück zum Menü

Quelle: diepresse.com (http://diepresse.com/default.asp?channel=k&ressort=km&id=332818 

         

            

"Das übersteigt Bin Ladens Träume"
Le Carre (Quelle: www.johnlecarre.com) John le Carre liest der Bush-Regierung die Leviten.

Während die Regierung Bush den "ersten Krieg des 21. Jahrhunderts" vorbereitet, scheint sie eine Schlacht noch lange nicht gewonnen zu haben: die um die öffentliche Meinung. Anders als vor dem ersten Golfkrieg 1991, als viele Intellektuelle in den Chor der Kriegsbefürworter einstimmten, ist die Lage für George Bush jr. mehr als schwierig.


Schriftsteller über den Krieg

Die Webplattform opendemocracy.net hat nun eine große Debatte über den bevorstehenden Krieg gestartet.

An vorderster Stelle dabei sind weltberühmte Schriftsteller wie Salman Rushdie, John Berger - und John le Carre. Letzterer liest der Bush-Regierung mit mehr als unverblümten Worten die Leviten.

"Das hätte sich nicht einmal Bin Laden träumen lassen"

Amerika, so der Befund le Carres, sei in eine seiner Perioden des "historischen Wahnsinns" eingetreten, so der britische Bestseller-Autor. "Die Reaktion auf 9/11 übersteigt alles, was sich Osama bin Laden in seinem schmutzigsten Traum hätte ausdenken können", so le Carre.

Wie zu Zeiten McCarthys würde die Freiheit, um welche die Welt die USA beneidet hätte, systematisch mit Füßen getreten.

Heikle Fragen verdeckt

Dieser bevorstehende Krieg, so le Carre, sei lange vor der Attacke Bin Ladens geplant worden. "Hätte es Bin Laden nicht gegeben, müsste sich die Bush-Junta immer noch mit so heiklen Fragen beschäftigen wie dem Zustandekommen des Präsidentschaftswahlergebnisses, dem Enron-Skandal, ihrer schamlosen Ausbeutung der Armen und der Unterstützung der Reichen", klagt der Autor an. Bin Laden habe all diese Fragen unter den Teppich gekehrt.

Die umgelenkte Wut

Einer der größten Public-Relations-Tricks der Bush-Regierung dieser Tage sei, wie "Bush und seine Junta" die Wut der Amerikaner über Bin Laden auf die Person Saddam Hussein übertragen hätten.

Eine aktuelle Umfrage, meint le Carre, zeige, dass die Hälfte der Amerikaner Saddam Hussein für den Anschlag auf das World Trade Center verantwortlich mache: "Diese sorgsam orchestrierte Neurose soll Bush und seinen Gefährten bequem den nächsten Wahlsieg sichern."

"Nicht mit dieser Verlogenheit"

Le Carre beklagt vor allem die im Augenblick gepflogene Kriegsrhetorik: Wer nicht mit mir ist, ist gegen mich. So sehr er, le Carre, für den Sturz Saddam Husseins sei, sei er gegen die Art und Weise, wie das im Augenblick von der US-Regierung betrieben werde - "nicht unter dem Banner dieser himmelschreienden Verlogenheit!" so le Carre.
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Quelle: ORF, 28.01.2003 (http://orf.at/030128-59177/index.html 

        

   

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